Kleiber

Vogelfütterung

Ungemähte Wiesen und Blühstreifen werden immer seltener, Vögel in unseren Wäldern und Gärten finden immer weniger Unterschlupf und Nahrung. Wir von KleePura setzen uns für naturnahe Gärten und blühende Wiesen ein. Rotkehlchen, Amsel und Stieglitz sollen in diesen Lebensraum und Futter finden. In den Herbst- und Wintermonaten ist das Angebot von Futter jedoch oft nicht ausreichend. Warum das Vogelhaus im Garten eine Renaissance erlebt und Vogelbeobachtung von der Fensterscheibe aus Naturerlebnis sein kann.

Kleiber

Zum Glück gibt es den Kleiber, den Handwerker des Waldes. Er verklebt mit Hilfe von Lehm die Löcher im Wald, aber auch mal das Eingangsloch eines Nistkastens, welches vom Specht fälschlicherweise vergrößert wurde.                                            Foto Kathy Büscher

Allgemeines

Vogelfütterung wird unter Naturliebhabern, aber auch unter Experten immer wieder kontrovers diskutiert. Erwiesen ist, dass die Vogelfütterung im Garten ca. 10 bis 15 Arten unserer heimischen Vögel zugutekommt. Dazu zählen Arten wie die Meise, die Amsel, der Kleiber, das Rotkehlchen und die Drossel. Die Arten, die von der Vogelfütterung profitieren, sind nicht gefährdet und finden reichlich Futter und Unterschlupf in unseren Gärten, Wäldern und auf den Wiesen. Die Vogelfütterung trägt deswegen nur mit einem kleinen Teil zum Naturschutz bei.

Gärtner*innen können überprüfen, inwieweit der sorgsam gestaltete Garten Platz und Nahrung bietet für Arten, die als gefährdet gelten. Das Braunkehlchen, der Feldsperling und der Trauerschnäpper suchen gern Unterschlupf. Jährlich wählt der Naturschutzbund Deutschlands (Nabu) den Vogel des Jahres und möchte damit einmal mehr auf die bedrohten Arten aufmerksam machen. Naturnah gestaltete Gärten mit einer abwechslungsreichen Pflanzenauswahl und einem nachhaltigen BioDünger, gelten deswegen als unbedingt notwendig für den Naturschutz. Es gibt Vögel in unseren Gärten, die sich in der Hauptvegetationszeit von Insekten ernähren. Steht diesen schon früh im Jahr Nahrung zur Verfügung, geht es auch den Vögeln gut. Weiden gehören in jeden naturnahen Garten, stellen sie mit ihrer frühen Blüte doch solch eine beliebte Nahrungsquelle dar. So haben auch gefährdete Arten eine Chance.

Fütterung

Futter

Die Zugvögel verlassen am Ende des Sommers unsere Breiten und begeben sich auf eine lange Reise in den warmen Süden. Die Vögel, die hier den Winter verbringen, die sogenannten Standvögel, bevorzugen verschiedene Nahrung und werden deshalb in zwei Kategorien unterteilt. Es gibt die Weichfutterfresser und die reinen Körnerfresser. Dazu gibt es noch die Allesfresser, die sich größtenteils nach dem Nahrungsangebot während der Jahreszeiten richten.

In der warmen Jahreszeit ernähren sich die sogenannten Weichfutterfresser mit zierlichem Schnabel von Würmern, Insekten, Spinnen, Beeren oder auch Schnecken. Hausrotschwanz, Zaunkönig und Amsel gehören dazu. Sie fressen gern am Boden und freuen sich während der Wintermonate über Rosinen, getrocknete Beeren, Obst und Haferflocken in Öl. Meisen, Kleiber, Finken und Kernbeißer hingegen gehören mit ihrem charakteristischen Schnabel zu den Körnerfressern. Diese versorgen Sie mit geschälten und ungeschälten Sonnenblumen, aber auch Erdnüsse und Sämereien werden gut angenommen. Allesfresser wie die Amsel, das Rotkehlchen und der Buntspecht passen sich den Gegebenheiten an und nehmen für sich, was im Futterhaus zu finden ist.

Eine nahrhafte Quelle für die meisten Gartenvögel ist das Fettfutter, was in Form von Fettpellets oder Fettblöcken angeboten wird. Teilweise sind diese angereichert mit Beeren, Würmern oder Sämereien. Eine weitere Futterquelle ist die ungewürzte Erdnussbutterfütterung. Mit einer Extraportion Talg bietet diese Futtermethode mehr Energie und ist sehr beliebt vor allem bei kleineren Gartenvögeln.

Achtung! Sollten die Vögel im Frühjahr während der Brutzeit gefüttert werden? Hier gehen die Meinungen auseinander. Vögel finden in einem naturnahen Garten mit Hecken, Büschen und wilden Wiesen während der Frühlingszeit reichlich Verstecke und Nahrung. Jungvögel werden von ihren Eltern mit proteinreicher Nahrung, z. B. Würmen und Insekten gefüttert. Eine Fütterung mit dem typischen Winterfettfutter ist für gerade geschlüpfte Vögel nicht hilfreich. Sie verschlucken sich an zu großen Körnern oder können das Fett nur schwer verdauen. Wir empfehlen deshalb, die Umgestaltung Ihres Gartens mit vogel- und insektenfreundlichen Inseln. Eine Frühjahr- und Sommerfütterung ist dann nicht nötig.

Einfach selbstgemacht – Erdnüsse sind ganzjährig beliebt bei Blaumeisen, Kohlmeisen, Grünfinken, Spechten, Spatzen, Zeisigen und Kleibern

Einfach selbstgemacht – Erdnüsse sind ganzjährig beliebt bei Blaumeisen, Kohlmeisen, Grünfinken, Spechten, Spatzen, Zeisigen und Kleibern                                                                                                                                                                                                                       Foto Pixabay

Futterhaus

Bei der Wahl des Futterhauses empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf Futtersysteme zurückzugreifen, in denen die Vögel nicht im Futter sitzen und dieses dadurch mit Kot verunreinigen könnten. Saaten- und Erdnussfutterhäuser, aber auch Meisenknödelhalter bieten sich dafür an.

Noch ein Wort zum Wasserangebot von Vögeln in Ihrem Garten. Vögel finden in unseren Gärten nur schwer Zugang zu Wasser. Eine Regentonne ist eindeutig zu groß und die Pfütze in den gepflasterten Einfahrten zu selten. Bauen Sie deswegen selbst oder mit ihren Kindern eine Vogeltränke zum Aufhängen nach dieser Anleitung. Vögel können diese zum Trinken, aber auch zum beliebten Baden nutzen. Beim Beobachten werden Sie Ihre Freude haben. Hier ist es wieder wichtig, die Vogeltränke regelmäßig täglich zu reinigen.

Do it yourself – Vogelfutter selbstgemacht

Erdnüsse auf eine Schnur gefädelt und im Garten oder auf Balkon aufgehangen sieht schön aus und ist nahrhaft für viele unserer heimischen Wintervögel. Für die Herstellung einer Erdnusskette benötigen Sie natürlich Erdnüsse, eine reißfeste Schnur aus Naturfasern, eine Stopfnadel und eventuell einen Kastanienbohrer. Fädeln Sie mit Hilfe der Stopfnadel die Erdnüsse an der schmalen Seite auf die Schnur. Verknoten Sie die Schnur an beiden Enden oder als Kreis. Fertig!

Etwas aufwendiger, jedoch genauso schön, ist die Herstellung von Vogelfutteranhängern, Meisenringen, Meisenknödeln und Futterglocken. Benötigt wird Rindertalg oder Pflanzenfett, Winterfuttermischung, auch hier ein Strick aus Naturfasern und evtl. Ton-Blumentöpfe, die Kinder anmalen können.

Naturerlebnis an der Fensterscheibe

Im Herzen vieler Menschen spielen Naturschutz und Naturerlebnis in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle. Viele Menschen wollen sich engagieren, ihren Kindern die Natur zeigen, ihre Gärten insekten- und vogelfreundlich gestalten. Die jährlich Anfang Januar vom Nabu Deutschland initiierte Aktion „Stunde der Wintervögel“ bietet sich dafür besonders an und gilt als größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland. Beteiligen Sie sich bei einem großen gemeinschaftlichen Forschungsprojekt von der Fensterscheibe aus. Sie helfen mit Ihrer Zählung schleichenden Veränderungen in der Vogelwelt zügig auf die Spur zu kommen. Je mehr Naturfreund*innen sich an einem Wochenende im Januar für eine Stunde Zeit nehmen, desto wertvoller sind die Ergebnisse. Alles, was Sie benötigen, sind eine Stunde Zeit, einen Platz am Fenster, Bleistift und die Zählinformationen des Nabu Deutschland.

Die Stunde der Wintervögel gibt Aufschluss über den Vogelbestand und die Änderungen des Zugverhaltens im Mittwinter. Die „Stunde der Gartenvögel“ dagegen findet immer an drei Tagen am zweiten Wochenende im Mai statt. Auch hier für jeden Vogelfreund eine Stunde Vogelbeobachtung ausreichend. Das Frühjahr gilt als eine gute Zeit zur Beobachtung, denn alle Vögel sind aus den Winterquartieren zurückgekehrt und befinden sich in unseren Gärten auf Nahrungs- und Partnersuche. Außerdem brüten zu diesem Zeitpunkt fast alle Vogelarten, so dass die Zählungen auch Aufschluss über das Brutverhalten der Vögel in unseren Gärten in der Stadt und auf dem Land geben können.

Die Haubenmeise

Die Haubenmeise – ihren Namen erhielt das Vögelchen aufgrund der weiß-grauen Federn am Kopf, die eine prächtige Haube bilden.                                                                                                                                                                                                                Foto Eckehard Jagdmann

 

Haben Sie Fragen zur Vogelfütterung oder zu KleePura BioDünger in Ihrem Garten?

Schreiben Sie uns eine E-Mail, wir beantworten Ihre Fragen sehr gern!

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