Himbeerstrauch

Naschobst für Kinderhände

Hoch erfreut zeigen sich Kinder, wenn sie beim Spaziergang durch den Garten rote Himbeeren, weiße, durchsichtig erscheinende Johannisbeeren, schwarze Brombeeren oder eine grünlich schimmernde Stachelbeere erblicken. Fast über das ganze Gartenjahr hindurch wird immer etwas zum Naschen für unsere Kleinen und die großen Gartenbesucher zu finden sein.

Himbeerstrauch
Über einen langen Zeitraum können Sie Himbeeren ab Ende Juni ernten. Außerdem gibt es Sorten, die Sie im Herbst erneut mit den roten Früchten erfreuen.

Welches Beerenobst passt in den Garten?

In fast alle Gärten passen grundsätzlich jede Art von Beerenobst. Für eine süße Abreife benötigen die Früchte der Obststräucher ausreichend Sonne. Je schattiger Sie den Standort für die Sträucher wählen, umso länger brauchen die Früchte bis zur Ernte und desto saurer können die geernteten Früchte sein. Die einschlägige Literatur für Gartenfreunde zeigt uns eine Vielzahl von verschiedenen Beerenobststräuchern.
Hier nennen wir Ihnen einige unserer Favoriten:

Brombeere
Himbeere (Sommersorten)
Himbeere (Herbstsorten)
Johannisbeere
Kulturheidelbeere
Stachelbeere

Asterina

ist eine neue Sorte, die auch „Zuckerbrombeere“ genannt wird. Die Ernte von großen Früchten an dornenlosen Ruten ist denkbar einfach.

Loch Ness

ist durch lange Ruten (über 3m) für große Gärten besonders geeignet.

Elida

ist ab Ende Juni durch wenig "Stacheln" leicht zu ernten.

Marla

ist eine sehr robuste undwiderstandsfähige Sorte.

Autumn Bliss

gilt als eine bewährte alte Sorte, die ab Anfang August bis Mitte Oktober Früchte trägt

Aroma Queen

zeigt eine gute Fruchtqualität und einen guten Ertrag.

Rot

Jonkher van Tets

kennen viele als altbewährte Sorte, die sehr früh zu ernten ist.

Rovada

zeine gut pflückbare Beere mit langen Fruchtstielen und großen Einzelfrüchten.

Schwarz

Bona

ist mild im Geschmack und somit auch als Naschobst direkt vom Strauch geeignet.

Titania

eine robuste Sorte, die bestens für die Verarbeitung geeignet ist.

Weiß

Bar le Duc

ist eine frühreife Sorte im Juni, die hauptsächlich bei der Marmeladen- und Geleeherstellung Verwendung findet.

Weißer Versailler

ist eine sehr spätreife Sorte im August, die sehr aromatisch mit hohem Ertrag den direkt vom Strauch-Genießer erfreut.

Bluecrop

gilt als Standardsorte im Hobbyanbau mit säuerlichen Früchten, die mittelfrüh reif sind.

Elizabeth

kann durch das späte Blühen als frosthart bezeichnet werden. Sie gehört geschmacklich zu den besten Sorten, reift allerdings eher nach und nach über einen längeren Zeitraum ab.

Invicta

ist eine gelbgrüne Beere mit einer ertragreichen Ernte im Zeitraum von Anfang bis Mitte Juli.

Rokula

ist kräftig rot und kann ab Anfang Juli mit hohen Erträgen geerntet werden.
Stachelbeerenstrauch
Altbewährt ist ein Streuselkuchen mit Stachelbeerfüllung oder auch Stachelbeermarmelade. Lohnend ist auf alle Fälle aber auch eine Kostprobe direkt vom Strauch. Stachelbeeren zeichnen sich vor allem durch reichlich Vitamin C, sowie Kalium, Calcium und Folsäure aus.

Wann sollten Sträucher gepflanzt werden?

Das Pflanzen von Obststräuchern sollte im Herbst, kann aber auch im Frühjahr erfolgen. Durch die Möglichkeit Obststräucher im Pflanzcontainer bzw. im Pflanztopf zu kaufen, kann prinzipiell über die ganze Saison gepflanzt werden. Wurzelnackte Ware darf nur im Herbst gepflanzt werden. Der Herbst bietet gegenüber den anderen Jahreszeiten einige Vorteile in Bezug auf das Pflanzen. Die deutlich bekömmlicheren Temperaturen ohne Hitze und ohne ausgeprägte Trockenheit, erleichtern den Pflanzen das Anwachsen und geben eine bessere Voraussetzung kräftige Wurzeln zu bilden.

Bevor Sie Ihre Obststräucher pflanzen, empfiehlt es sich diese ca. 30 bis 60 Minuten extra zu wässern. Lassen Sie dazu Ihren neuen Obststrauch noch im Pflanztopf und stellen Sie diesen in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Am besten verwenden Sie dazu Regentonnen- oder abgestandenes Wasser – bitte kein kaltes Leitungswasser. Das Wässern hilft der Wurzel sich vor dem Pflanzen komplett mit Wasser vollzusaugen und so nicht in Trockenstress zu geraten.

Nachdem Sie sich einen geeigneten Standort in Ihrem Garten ausgesucht haben, kann es mit dem Pflanzen losgehen.
Heben Sie als erstes ein Pflanzloch aus, dass mindestens den 1,5-fachen bis doppelten Durchmesser aufweist, wie der Wurzelballen selbst groß ist. Lockern Sie die Erde im Bodenbereich kräftig auf. Um den Wurzeln einen guten Start in Ihrem Garten zu ermöglichen empfiehlt sich die Verwendung von Komposterde die Sie im Verhältnis 1:1 mit dem ausgehobenen Boden gut vermischen. Sollten Sie im Frühjahr pflanzen, können Sie zusätzlich zur Kompostgabe auch noch einen organischen Biodünger untermischen. Dieser gibt Ihrem neuen Obststrauch den richtigen Nährstoffschub in die neue Vegetationsperiode. Zur Herbstpflanzung wird keine zusätzliche Düngergabe benötigt.

Beim Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass der Wurzelballen in seiner Gesamtheit eingepflanzt wird, und dass Sie nicht zu tief pflanzen. Es empfiehlt sich die Wurzelballenoberfläche nicht tiefer als zwei Zentimeter unterhalb der Bodenoberfläche einzupflanzen, das heißt die Wurzelballenoberfläche sollte mit max. 2 cm Bodenauflage bedeckt sein.
Nach dem Sie um den Wurzelballen das Pflanzloch mit Erde aufgefüllt haben, wird Ihr neuer Obststrauch vorsichtig angetreten und im Anschluss ebenfalls vorsichtig, aber reichlich, angegossen.
Abschließend können Sie auf die Pflanzstelle bzw. um den neugepflanzten Strauch eine Schicht Mulch auftragen. Um einer Versauerung des Bodens entgegen zu wirken ist Laub, Rasenschnitt und Häckselgut aus dem eigenen Garten als Abdeckmaterial bestens geeignet. Ungeeignet ist das Abdecken mit Rindenmulch und Abschnitten von Nadelgehölzen (Ausnahme: bei Heidelbeersträuchern). Mit dem Bedecken des Bodens erreichen Sie, dass weniger Bodenfeuchtigkeit verdunstet. Zudem fördern Sie die Bodenflora und -fauna, was wiederum zur Verbesserung der Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen führt.

Tipp: Sträucher können gern auch als sogenanntes „Beerenbeet“ in Reihe gepflanzt werden. Sie erhalten so einen Sichtschutz zum Weg oder eine Abgrenzung zu anderen Bereichen in Ihrem Garten. Der Abstand zwischen den einzelnen Sträuchern sollte mindestens 70 cm betragen.

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Während der Blütezeit der Beerensträucher sollten Sie das Gießen stets im Blick behalten. Entsteht während des Blühens Trockenstress für die Pflanze, kann dies einer optimalen Fruchtentwicklung entgegenwirken bzw. dazu führen, dass die Blüten sich gar nicht zu Früchten entwickeln.

Welche Düngung benötigen Sträucher?

Natürlich benötigt auch Ihr Beerenobst regelmäßige Nährstoffgaben. Sie können dafür reifen Kompost aus Ihrem Garten oder einen organischen Biodünger verwenden. Achten Sie darauf, dass Sie einen ausgewogenen Vollnähstoffdünger verwenden und vermeiden Sie vor allem Dünger mit zu hohem Stickstoffgehalt, da dieser insbesondere das vegetative Wachstum (Blatt & Spross) „anheizen“ und weniger das generative Wachstum (Blüte & Frucht) begünstigen. Eine zusätzliche Düngung zur Herbstpflanzung ist nicht notwendig, so dass der Einsatz von Komposterde vollkommen ausreichend ist. Erst im Frühjahr kann je nach Bodengüte und Bodenbeschaffenheit eine Düngung erfolgen. Beerenobstproduzenten düngen bereits im sehr zeitigen Frühjahr (Februar, März), was für den eigenen Garten nicht gelten muss. Wir empfehlen die Hauptdüngergabe zum Zeitpunkt, an dem Ihre Obststräucher beginnen die ersten neuen Blätter aus den Knospen zu schieben und Ihre Pflanzen voll im „Saft“ stehen. Genaue Erläuterungen zum Düngen von Beerenobst finden Sie hier Anwendung - Beerenobst).

Hintergrund: Bei Beerenobst besteht besonders die Gefahr einer Überdüngung mit synthetischem Mineraldünger. Düngen Sie Beerenobst in jedem Fall mit einem organischen Biodünger. Synthetische Mineraldünger wie z.B. Blaukorn düngen schnell und besitzen meist eine sehr hohe Nährstoffkonzentration, die Obststräucher in dieser Intensität oft gar nicht benötigen. Der größte Nachteil von synthetischen Mineraldüngern ist Ihre Eigenschaft, dass die Pflanze gar nicht selbst entscheiden kann, wie viele Nährstoffe (Nährsalze) sie aufnimmt. Das wiederum führt dazu, dass bei zu hohen Mineraldüngergaben es zur Schädigung der Gesamtpflanze kommt. Grund dafür ist, dass die Pflanze gar nicht so schnell die Nährstoffe/Nährsalze verstoffwechseln kann, wie sie mit dem Wasserstrom in die Pflanze geleitet werden. Die Folgen sind typische Überdüngungssymptome wie Chlorosen und Welke. Aus dem Grund sollten Sie bitte nur organische Biodünger zum Düngen Ihrer Obstgehölze verwenden. Organische Düngemittel werden zunächst von Bodenlebewesen (Pilze, Bakterien, Würmer, Asseln usw.) aktiv mineralisiert und erst dann stehen die darin enthaltenen Nährstoffe den Pflanzen zur Verfügung. Die Pflanze entscheidet je nach Bedarf selbst, wie viele Nährstoffe sie aufnehmen will. Organischer Dünger, zu denen unter anderem Mist, Kompost, Hornspäne, unser KleePura-BioDünger und andere gehören, fördert aus dem gleichen Grund das Bodenleben. Hingegen schmeckt synthetischer Mineraldünger keinem Regenwurm. Zudem hat synthetischer Chemiedünger den Nachteil, dass dieser Ihren Boden langfristig und irreversibel versauert (pH-Wert Absenkung). Des Weiteren wird synthetischer Stickstoff sehr schnell in tiefere Bodenschichten verlagert (ausgewaschen), was wiederum zu Nitratbelastung im Grundwasser führt. Also Hände weg!

Die Pflege vom Beerenobst ist einfach. Für eine reichhaltige Ernte sollte bis zu zweimal im Jahr geschnitten werden. Man unterscheidet dabei den Sommer- und den Winterschnitt. Im Folgenden eine kurze Einführung in die Verschneide-Techniken.

Bei Brombeeren nennt man das Verschneiden der Ruten den jährlichen Auslichtungsschnitt. Ruten, die bereits Beeren getragen haben, erkennbar an der rotbraunen Färbung ihrer Ruten, schneidet man bodennah ab. Im kommenden Frühjahr können mit einem sogenannten Pflegeschnitt die neuen Triebe des Vorjahres, welche bisher keine Früchte getragen haben, ausgelichtet werden. Das bedeutet Sie lassen ungefähr 4 bis 6 kräftige Ruten pro Pflanze stehen. An den Neutrieben sind im Vorjahr bereits Seitentriebe gewachsen, diese Seitentriebe werden auf 2 bis 3 Augen eingekürzt. Das Einkürzen reduziert die Anzahl an Blüten bzw. Fruchtständen im kommenden Sommer und verbessert die Fruchtqualität. Die übrigen meist schwächeren Neutriebe des Vorjahres werden bodennah entfernt. So geben Sie den wachsenden Trieben die Möglichkeit sich mit ausreichend Licht und genügend Raum zu entwickeln.

Was ist beim Verschneiden von Sträuchern zu beachten?

Brombeerstrauch
Brombeeren in Hülle und Fülle finden sich in der Natur entlang von Wirtschaftswegen oder auf verlassenen Grundstücken. Meist zeigen sich die Ruten äußerst stachelig und die Früchte deutlich kleiner als im Garten. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Trotz aller Hindernisse gilt die Wilde Brombeere als sehr beliebt und schmackhaft.

Das Verschneiden der Herbsthimbeeren (tragen Früchte an den neuen Trieben des gleichen Jahres) ist denkbar einfach. Schneiden Sie direkt nach der Ernte vorerst die verbliebenen Fruchtstände ab und vertrocknete Ruten heraus. Spätestens bevor die ersten richtig kalten Wintertage (mit Bodenfrost) anbrechen, schneiden Sie alle Ruten bis zum Boden herunter. Um eventuelle Schäden durch Frost zu vermeiden, decken Sie die Schnittstelle mit Laub und etwas Komposterde ab.

Auch die sogenannten Sommerhimbeeren werden bis zum Boden zurückgeschnitten. Aber Vorsicht! Bei Sommerhimbeeren tragen die einjährigen Triebe Früchte (Triebe des Vorjahres). Sie erkennen das Alter der Ruten an der unterschiedlichen Färbung des Holzes. Die dunklen/braunen bzw. abgetragenen Ruten können beim Rückschnitt bis zum Boden entfernt werden. Der Rückschnitt sollte direkt nach der Ernte erfolgen. So haben die jungen einjährigen Triebe mit dem helleren (meist noch grünen) Holz Platz sich zu entwickeln. Im kommenden Frühjahr entfernen Sie evtl. schadhafte, vertrocknete, braune Triebe und lichten zum gleichen Zeitpunkt die Himbeeren auf 10 bis 12 kräftige Triebe je Meter „Himbeerhecke“ aus. Dünnen Sie insbesondere zu dichte Bereiche aus.

Rote und weiße Johannisbeeren tragen Früchte an zwei- oder dreijährigem Holz. In Folge der Jahre nimmt der Ertrag und die Fruchtqualität an Trieben welche älter als 4 Jahre sind deutlich ab. Das Alter der Triebe lässt sich an der Farbe gut abgrenzen.
Dunkles Holz wird nach der Ernte oder im Herbst bodentief abgeschnitten. Jedes Jahr lassen Sie dafür 2 bis 3 kräftige neue Triebe nachwachsen. Alle anderen neuen Triebe müssen ebenfalls entfernt werden, um dem Beerenstrauch Licht und Luft für einen gesunden Ertrag zu bieten. Um die neuen Triebe gut zu erkennen, können Sie mit dem Schneiden warten, bis der Strauch seine Blätter verloren hat.

Schwarze Johannisbeeren blühen und tragen am besten an einjährigen Langtrieben (Triebe des Vorjahrs). Mit dem jährlichen Schnitt (im Spätherbst oder an frostfreien Tagen im Spätwinter bis Anfang März) entfernen Sie alle nach innen gewachsenen Triebe. Abgetragene Triebe, die älter als 4 oder 5 Jahre sind, sogenannte Gerüsttriebe, schneiden Sie bodennah ab. Ziel sollten 10 bis 12 kräftige Triebe verschiedenen Alters je Pflanze sein.
Tipp: Lenken Sie altere Gerüstriebe auf einjährige Jungtriebe ab. Schneiden Sie hierfür den Gerüsttrieb bis auf einen einjährigen Langtrieb zurück. Somit geht die Kraft in den jungen Trieb, der dies mit einem Mehr an Ertrag belohnt.

Kulturheidelbeeren tragen ebenfalls die besten Früchte an einjährigen Langtrieben, daher benötigen Kulturheidelbeeren ab ca. dem 3. bzw. 4. Jahr nach Pflanzung einen regelmäßigen Erhaltungsschnitt. Schneiden Sie im Spätwinter (frostfreien Tagen) oder zeitigen Frühjahr (bis Anfang März) einen alten Trieb der Pflanze bis zum Boden zurück. Dies dient der Anregung zur Bildung von neuen Bodentrieben. Die Anzahl neuer Bodentriebe wird auf max. 2 Stück reduziert. Alle anderen Triebe kürzen Sie lediglich etwas ein, in dem Sie ältere starkverzweigte Triebe auf junge kräftige einjährige Triebe umlenken.
Tipp: Es empfiehlt sich zudem im ersten Jahr alle Blüten zu entfernen, um das Wurzelwachstum anzuregen und die Pflanze im Wachstum zu stärken.

Stachelbeeren fruchten an einjährigen Seitentrieben, die wiederum an zwei bzw.- mehrjährigen Gerüsttrieben stehen sollten. Lassen Sie dafür 8 bis 12 Gerüsttriebe verschiedenen Alters stehen. Die vier Jahre und älteren, dunklen Gerüsttriebe schneiden Sie nach der Ernte direkt am Boden ab. Zu lange und dünne Gerüsttriebe lenken Sie auf Seitentriebe um. Stachelbeeren bilden sehr viele Seitentriebe, die keine Früchte tragen werden. Dünnen Sie diese soweit als möglich aus. Abgetragene (2-jährige Seitentriebe) schneiden Sie bis auf einen Stummel (sogenannten Zapfen) zurück.

Heidelbeerenstrauch
Leuchtend rote Johannisbeeren locken so manchen Besucher an. Wenn Sie beim Pflanzen auf eine säurearme Sorte wie Makosta achten, werden auch die Kinder direkt vom Strauch essen wollen.

Der besondere Strauch – die Heidelbeere

Heidelbeeren sind in ihrer Naturform in Wäldern zu finden. Die hier zu Lande käuflich zu erwerbende Kulturheidelbeere ist nicht verwandt mit der heimischen Waldheidelbeere. Sie geht auf eine Kreuzung drei nordamerikanischer Wildformen zurück und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Ihre Früchte sind deutlich größer als die der Wildform und zeigen weißes Fruchtfleisch.
Grundsätzlich kann die Heidelbeere im Herbst und auch im Frühjahr gepflanzt werden. Sollten Sie sich entscheiden im Frühjahr Ihre Heidelbeeren zu pflanzen, empfiehlt sich für ein besseres Anwachsen der Pflanze alle Blütenansätze zu entfernen und im ersten Jahr auf eine Ernte zu verzichten. Die Herbstpflanzungen blühen Anfang Mai und tragen im Juli des darauffolgenden Jahres.

Die Heidelbeere wächst am besten auf humusreichen, feuchten, lockeren und vor allem sauren Böden. Auf Böden mit normalen Kalkgehalt bzw. einem pH-Wert über 5,5 reagiert die Pflanze sofort mit Wachstumsverzögerung.

Wie sollten Sie nun den Boden in Ihrem Garten für ein gutes Pflanzenwachstum vorbereiten?
Die Heidelbeere ist ein sogenannter Flachwurzler und sollte nicht mit anderen Obststraucharten, gern aber mit anderen Heidelbeersträuchern, zusammenstehen. Bereiten Sie den Boden für die Pflanze eher breit als tief für die Pflanzung vor. Damit Sie nicht ökologisch umstrittene Torferde verwenden müssen, die den Ansprüchen einer Heidelbeere zwar am besten genügen würde, empfiehlt sich den Boden bzw. das Pflanzloch großräumig mit ganz bestimmten Mulchmaterial „anzusäuern“. Nehmen Sie dazu Tannen- und Fichtennadelstreu, Rindenhumus, Thuja sowie Laub- und Rindenmulchkompost von Nadelbäumen und vermischen Sie dies mit dem Boden, wo später Ihre Heidelbeeren stehen sollen. Alternativ können Sie aber auch spezielle torfreduzierte Pflanzerden verwenden, die explizit für säureliebende Pflanzen empfohlen werden.
Jährlich nach der Pflanzung geben Sie eine kleine Schicht Nadelstreu oder Rindenmulch um die Heidelbeere. Durch die flachen Wurzeln kann die Pflanze freiwerdende Stoffe aus dem Zersetzungsprozess als Nährstoffe verwenden.

Blaubeerstrauch
Die besondere Beere in Ihrem Garten. Die Heidelbeere hat für einen guten Ertrag vor allem besondere Ansprüche an den Gartenboden. Sie ist vom Ursprung her in Wäldern zu finden und benötigt keinen vollsonnigen Standort.

Wählen Sie einen halbschattigen bis sonnigen Standort für Ihre Heidelbeerpflanzen aus, um so Aroma und Größe zu verbessern. Der Abstand zweier Pflanzen zueinander sollte je nach Größenwachstum der Pflanze zwischen 70 cm bis 1 m betragen.
Die Heidelbeere benötigt viel Wasser. Bitte beachten Sie, dass Heidelbeeren auf Trockenheit empfindlich reagieren und bei ausbleibenden Niederschlägen regelmäßig gegossen werden müssen. Durch den lockeren Boden, welcher durch das Mischen der ursprünglichen Erde mit dem Rindenmulch und Fichtennadelstreu entstanden ist, beugen Sie zudem einen staunassen Boden vor.

Tipp: Pflanzen Sie gern zwei verschiedene Kulturheidelbeersträucher. Heidelbeeren gelten grundsätzlich als selbstfruchtbar. Eine Fremdbefruchtung durch eine zweite Pflanzung im Garten fördert jedoch den Fruchtansatz sowie die Größe der Beeren.

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Dann können Sie gerne mit uns in Kontakt treten. Wir helfen Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen.