Wertvolle Bienenweiden im Garten

Inhaltsverzeichnis

Insekten sind für die Natur von immenser Bedeutung. Ihre Lebensräume gehen seit Jahren zurück. Im kleinen und großen Garten können Biene, Hummel & Käfer bei der Futtersuche unterstützt werden. In unseren Gärten sollen Insekten wieder einen Platz finden. Unterschiedliche Bienenweiden bieten im Winter, ab dem zeitigen Frühjahr und im Spätsommer sowie Herbst Nahrung für unsere fleißigen Freunde.

Chinesische Winterblüte
Chinesische Winterblüte - Geduld macht sich bezahlt, nach fünf bis acht Jahren zeigt dieser Strauch gelbe Blüten und duftet zart nach Vanille. (Foto Pixabay)

Bienenweiden - Sträucher für abwechslungsreiche Gärten

In vielen Gärten finden wir Lebensbaumpflanzungen, Lorbeersträucher oder Forsythien, meist mit der Begründung gepflanzt, dass diese Sträucher robust und unkompliziert in der Pflege sind. Für Insekten jedoch bieten sie keinerlei Mehrwert oder Nutzen. Insekten bevorzugen ab den ersten warmen Sonnenstrahlen und zum Teil schon im Winter, blühende, duftende Sträucher als Nahrung und als schützenden, lebendigen Lebensraum. Wer bunte, duftende Gärtnern liebt, wertvollen Sichtschutz benötigt, Sträucher gern wachsen lässt und Nektarangebote machen will, der kann das Pflanzen dieser Sträucher unbedingt mit ein planen!

Frühe Bienenweiden

Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)

Dieser zierliche Strauch, auch als Weiße Forsythie bekannt, bietet mit seinen weiß bis zartrosa Blüten vor allem Hummeln, die schon ab 2 Grad auf Nahrungssuche gehen, eine Nektarquelle. Aus rötlichen Knospen entwickeln sich zwischen März und Mai die Blüten mit Mandelduft. Der Strauch ist mit seiner Wuchshöhe von max. 1,5 m auch für kleine Gärten geeignet und kann sogar im Kübel wachsen. Achten Sie beim Pflanzen auf einen windgeschützten Platz und sandig-humosen Boden. Staunässe verträgt der Strauch nicht. Junge Pflanzungen benötigen zunächst einen Winterschutz. Tipp: Die Schneeforsythie ist als Barbarazweig perfekt geeignet. Im Dezember ins Haus geholt, bringt sie Weihnachten den Frühling ins Haus.

Winterblüte (Chimonanthus praecox)

Der Strauch „Winterblüte“ weist mit seinem Namen auf seine Blütezeit hin und gehört zu den Gewürzstrauchgewächsen, die ursprünglich aus China stammen. Geduld ist gefragt, wenn es um die gelben, nach Vanille duftenden Blüten geht. Sie erscheinen erstmals nach fünf bis acht Jahren, erfreuen aber dann jährlich von Januar bis März mit ihren Reizen. Trotz der winterlichen Temperaturen zur Blütezeit findet die Bestäubung durch Käfer, Hummeln, Fliegen und andere Insekten statt. Der Strauch dient gerade in der dunklen Jahreszeit als Nahrungsquelle. Insgesamt wächst er beharrlich, eher langsam und gilt als unkompliziert. Von seiner Größe her gedeiht er mit der Zeit ausladend und entwickelt sich mit einer Höhe von 3 Metern und einer Breite von 2 m zu einem stattlichen Strauch.

 Winterhecken-Kirsche (Lonicera x purpusii)

Dieser Strauch ist ein betörender Winterblüher. Die cremeweißen Blüten verströmen meist ab Dezember bis in den April hinein Veilchenduft und dienen frühen Hummeln und Bienen Nahrung. Der robuste Strauch, der 2 m in die Höhe und 3 m in die Breite wachsen kann, ist einzeln eine Augenweide, kann aber auch als Heckenpflanzung genutzt werden. Im Sommer entwickeln sich aus den kleinen Blüten, kleine rote Früchte.

Winterschneeball ‚Dawn‘ (Viburnum x bodnantense)

Der Winterschneeball ist bestens für Liebhaber des „Indian Summer“ und für Insekten als Nahrungsquelle im Winter und Frühjahr geeignet. Die grünen Blätter des Sommers verfärben sich im Herbst rot. Die weiß-rosafarbenen Blüten erfreuen den Garten ab November bis April. Zu dieser Zeit lockt der wohlige Duft Frühlingsgefühle beim Menschen hervor und die Insekten heran. Denn diese bestäuben trotz winterlicher Temperaturen die Blüten und haben damit in Ihrem Garten eine Nahrungsquelle zu kalter Zeit. Der Winterschneeball beansprucht zwei bis drei Meter Platz in Ihrem Garten.

Winterschneeball
Winterschneeball - Frühlingsgefühle im Winter und Indian Summer im Herbst (Foto Pixabay)

Sommer-Bienenweiden

Büschelrose (Rosa multiflora)

Wenn das Nahrungsüberangebot des Frühjahrs zu Ende geht, bieten Sie Insekten mit der üppigen Blüte der Büschelrose im Juni und Juli reichlich Nahrung. Die weißen, nach Honig duftenden Blüten verwandeln sich im Herbst zu unzähligen, roten Hagebutten. Der Strauch ist damit ein wichtiges Gehölz für Insekten und für Vögel. Die Wildrose macht sowohl einzeln als auch in Gruppen und Hecken ein sehr schönes Bild.

Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)

Den Liguster kennen sicherlich auch Sie in Form geschnitten als Hecke. Lassen Sie Ihn einzeln oder als Gruppe wachsen, wird Sie die Schönheit dieses im Juni bis Juli blühenden Strauches überraschen. Insekten wie Bienen, aber auch Schmetterlinge sind Dauergäste am Liguster, wenn er ungehindert wachsen darf. Der Liguster entwickelt sich schnell und unkompliziert auf allen Böden und gilt deshalb als Pioniergehölz auf Rohböden bzw. in der Befestigung von Böschungen. Im Sommer dient der Strauch als Bienen- und Insektennährgehölz, im Herbst mit seinen schwarzen Früchten für zwanzig Vogelarten als Nahrungsquelle und für Ihren Garten als Windschutz. Klare Empfehlung als unkomplizierte, aber sehr wertvolle Bienen- und Vogelpflanzung.

Liguster in Blüte
Schmetterlingsbeobachtung - Liguster in voller Blüte und mit betörendem Duft (Foto Pixabay)

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