rotes Blütenbeet

Weihnachtsstern & Amaryllis Pflegetipps für die blühenden Winter Stars

Haben Sie sich auch in einer Gärtnerei oder im Blumengeschäft um die Ecke eine dieser typischen Weihnachtspflanzen gekauft oder wurden Sie beim Schenken mit einem prachtvollen Weihnachtsstern oder einer blühenden Amaryllis (Ritterstern) erfreut? Damit Sie lange Freude an diesen wunderschönen Zierpflanzen haben, geben wir Ihnen die richtigen Pflegetipps dazu.

rotes Blütenbeet
Auch viele familiengeführte Gärtnereien in Ihrer Region ziehen eigene Weihnachtssterne groß und verkaufe diese pünktlich zur Adventszeit. Und damit Sie sich lange an Ihrem Weihnachtsstern erfreuen können, müssen nur wenige Pflegetipps beachtet werden

Weihnachtsstern - der Klassiker unter den Zimmerpflanzen in der Weihnachtszeit

Der Weihnachtsstern ist eine buschig wachsende Zimmerpflanze, an der Sie bei richtiger Pflege über mehrere Jahre hinweg Ihre Freude haben können. Ein Weihnachtsstern kann bei Ihnen zu Hause bis zu 1 m hoch werden und eine Vielzahl von gefärbten Hochblättern und Blüten bilden. Was den Weihnachtsstern so schön aussehen lässt, sind wie gesagt, seine rot, gelb, rosa und weiß gefärbten Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sind die kleinen gelben „Knospen“, welche zentral zwischen den farbigen Hochblättern sitzen. Wenn die kleinen Blüten verblüht sind, verliert der Weihnachtsstern meist auch seine Blätter. Machen Sie sich diesbezüglich keine Sorgen, das ist ganz normal.
Das natürliche Ursprungsgebiet der Weihnachtssterne sind die Küstengebiete von Mexiko und Guatemala. Aber auch in anderen warmen, teils tropischen Gebieten, kann der Weihnachtsstern heutzutage beheimatet sein. Dazu zählt z.B. auch Australien, wo der Weihnachtsstern als Garten- und Terrassenpflanze ein fester Bestandteil der natürlichen „Weihnachtsdekoration“ ist. Weihnachtssterne können in diesen Ländern wahre Giganten werden.

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Weihnachtssterne in freier Natur können in Mexiko, Guatemala, Kenia, Tansania, Malaysia, aber auch in Australien bestaunt werden.

Was den Weihnachtstern so besonders macht

Der Weihnachtsstern zählt zu den Kurztagpflanzen. Was bedeutet das eigentlich?
Kurztagpflanzen bilden Ihre Blüten nur aus, wenn den Pflanzen vor und während der Blüte über einen definierten Zeitraum nicht mehr als 12 Stunden Licht pro Tag zur Verfügung stehen. Und damit der Weihnachtsstern seine farbigen Hochblätter und gelben Blüten bilden kann, sollte dieser ca. 50 Tage vor der gewünschten Vollblüte mindestens 12 Stunden vollkommen dunkel stehen.

Nun soll der Weihnachtsstern pünktlich zur Adventszeit in seiner ganzen Schönheit bei Ihnen zu Hause glänzen. In den Gärtnereien wird dafür ein Trick angewandt. Mit lichtundurchlässiger Sonnenschutzfolie und teilweise vollautomatischen Verdunkelungsanlagen werden die Gewächshausfenster für mindestens 12 Stunden vor dem Tageslicht oder anderem Störlicht (z.B. helle Straßenbeleuchtung in der Nacht) geschützt. Der Blühzeitpunkt kann somit exakt gesteuert werden, wodurch uns der Weihnachtsstern pünktlich zur Adventszeit mit seinen strahlend roten Blättern beschenkt.

Diesen Trick können Sie in leicht abgewandelter Form auch zu Hause nutzen, um Ihren Weihnachtsstern aus dem vorangegangenen Jahr wieder farbenprächtig blühen zu lassen.
Damit Ihr Weihnachtsstern genau zur Weihnachtszeit blüht, sollte ab September die Tageslänge nicht länger als 12 Stunden betragen. Das heißt, die Pflanze muss am besten mit einem schwarzen Eimer oder einem Pappkarton nahezu lichtdicht für 12 Stunden abgedunkelt werden. Eine Unterbrechung der künstlichen Nachtperiode in den ersten 3 Wochen verhindert eine gezielte und sichere Blütenbildung. Eine zusätzliche Verdunklung über den 30. September (Tag-Nacht-Gleiche) ist nicht zwingend erforderlich, außer der Pflanze wird durch Beleuchtung (Zimmerbeleuchtung) weiterhin ein Langtag (Tag länger als 12 h) vorgegaukelt.

Der richtige Standort nach dem Kauf:

Da der Weihnachtsstern eine tropische Pflanze ist, mag dieser überhaupt keine Kälte. Beachten Sie dies auch schon beim Kauf und packen Sie Ihren Weihnachtsstern schön warm ein (eine extra Lage Zeitungspapier hilft oft Wunder). Bei Ihnen zu Hause sollte der Weihnachtsstern an einem warmen Plätzchen stehen. Die Wohlfühltemperatur liegt bei 20 °C. Vermeiden Sie unbedingt Zugluft! Niedrige Umgebungstemperaturen, kalte und zu trockene Zugluft führen unteranderem dazu, dass die Weihnachtssterne ihre Blätter abwerfen – zuerst die grünen und später auch schön gefärbten Hochblätter. Und auf keinen Fall sollten Sie Ihren Weihnachtsstern direkt an oder über einen Heizkörper stellen und bitte auch nicht auf kalte Steinfensterbänke (wenn nicht anders möglich, dann unbedingt eine isolierende Unterlage verwenden [Holzbrett oder Korkplatte]), denn wer hat schon gerne kalte Füße?

Schmetterlinge an Blütenknospe
Damit Insekten die kleinen Blüten der Weihnachtssterne finden und bestäuben, werden vor allem Schmetterlinge und Bienen durch die farbigen, meist roten Hochblätter angelockt.

Weihnachtsterne richtig gießen:

Grundsätzlich ist der Weihnachtsstern eine Pflanze, die regelmäßig gegossen werden will, aber es nicht zu nass mag. Vor allem sollten Sie darauf achten, dass kein Wasser im Übertopf steht. Dies führt zu Staunässe an den Wurzeln, was wiederum eine der Hauptursachen für Wurzelfäule und Blattfall ist. Am besten bekommt dem Weihnachtsstern ein wöchentliches Tauchbad.

Anleitung: Ist die Topferde Ihres Weihnachtssternes angetrocknet, der Wurzelballen spürbar leichter, natürlich nicht gänzlich vertrocknet, so ist es Zeit zum Gießen. Nehmen Sie dafür eine Schüssel oder einen Topf und füllen Sie diese(n) ca. 10 cm mit abgestandenem Wasser (wenn möglich zimmerwarmes Regentonnenwasser). Stellen Sie den Weihnachtstern ohne Übertopf für ca. 10 Minuten in das Wasserbad. Der Wurzelballen kann sich nun mit Wasser vollsaugen. Lassen Sie den Weihnachtsstern kurz abtropfen und stellen Sie ihn nun wieder in seinem Übertopf an seinen alten Platz.

Sie möchten Ihren Weihnachtsstern auch nächstes Jahr wieder zum Blühen bringen? - So wird’s gemacht!

Gönnen Sie Ihrem Weihnachtsstern nach der Blüte eine Pause und stellen Sie diesen in einen hellen, etwas kühleren Raum. Auch sollte jetzt nur noch wenig gegossen werden. Ab Ende März sollten Sie Ihren Weihnachtsstern in einen größeren Pflanztopf (mit Löchern) umtopfen, damit dieser während der Wachstumsphase ausreichend Nährstoffe aufnehmen und kräftige Wurzeln bilden kann. Schneiden Sie vor dem Umtopfen sowohl den Haupttrieb als auch die Nebentriebe Ihres Weihnachtssterns ca. 1/3 zurück. Auch die Wurzeln sollen etwas zurückgeschnitten werden, vor allem alte und verfaulte Wurzel unbedingt entfernen. Der neue Pflanztopf sollte ca. 1,5 Finger breiter sein als der Vorherige. Als Pflanzerde verwenden Sie entweder handelsübliche Kakteenerde oder mischen sich Ihre Weihnachtssternerde aus handelsüblicher Blumenerde und Sand selbst (1/4 Sand zu 3/4 Blumenerde). Stellen Sie die Pflanze nach dem Umtopfen gemeinsam mit einem Untersetzer in ein helles Zimmer und ab Mitte Mai (nach den letzten Nachtfrösten) direkt in Ihren Garten oder auf den Balkon (Halbschatten). Regelmäßiges gießen und düngen nicht vergessen. Ab Mitte September kommt der Weihnachtsstern zurück in die Wohnung, in ein warmes und helles Zimmer. Denken Sie nun an Trick mit der kürzeren Tageslänge!

Weihnachtssterne natürlich düngen:

Während der Wachstumszeit von März bis September sollten Sie Ihren Weihnachtsstern ausreichend mit Nährstoffen versorgen. Nutzen Sie am besten feste und/oder flüssige organische Düngemittel. Wir empfehlen unsere neuen KleePura BioDüngestäbchen – aller 4 bis 6 Wochen – je nach Topfgröße ca. 4 Düngestäbchen – siehe Düngeempfehlung.

Achtung giftig!
Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) gehören zur Familie der Wolfsmilchgewächse und sind giftig. Daher gehört der Weihnachtsstern nicht zu den essbaren Blüten. Auch beim Verschneiden sollten Handschuhe getragen werden und der Hautkontakt mit dem milchähnlichen Pflanzensaft vermieden werden. Weihnachtssterne haben in Kinderhände nicht zu suchen.

Amaryllis - beliebtes Blütenwunder zum Fest

Die Amaryllis, auch unter dem Namen Ritterstern bekannt, stammt aus dem subtropischen Südamerika - den Anden Perus sowie Süd- und Mittelbrasilien. Im Winter erfreut uns die zunächst blattlose Amaryllis mit roten, weißen oder rosafarbenen, trichterförmigen Blüten an meist zwei Blütenschäften. Sie gilt deshalb auch als wahres Blütenwunder.

weiße und rote Blüte
Verschenken Sie eine Amaryllis zur Adventszeit – die Freude wird groß sein! Aber achten Sie darauf, dass alles an der Amaryllis hoch giftig ist und daher nicht in Kinderhände gehört.

Die richtige Pflege zur richtigen Zeit:

Die Amaryllis ist eine „Freundin“ der Standortveränderung. Um die Pflanze erneut zum Blühen zu bringen, sollten Sie im Laufe des Jahres den Standort der Amaryllis den Wünschen der Pflanze anpassen.
Während der Blüte im Dezember und Januar stellen Sie die Amaryllis an einen hellen, lichtdurchflutenden Ort bei optimal 18 bis 20 °C. Gegossen wird während dieser Zeit nur sporadisch und wenn, dann vorsichtig in den Übertopf oder in den Untersetzer, keinesfalls über die Zwiebel!
Nach der intensiven Blühphase verwelken die Blüten und der Blütenstängel begingt ebenfalls einzutrocknen. Wenn Sie möchten können Sie den verwelkenden Stängel vorsichtig mit einer Schere zurückschneiden, aber auf keinen Fall die Blätter. Diese haben eine zentrale Bedeutung, da nur über die Blätter Fotosynthese betrieben werden kann, die wiederum die Zwiebel mit neuen Reservestoffen „auflädt“ und die Amaryllis somit wieder zum Blühen bringen kann.

Während der Wachstumszeit ab März, schiebt die Amaryllis weitere Blätter aus der Zwiebel. Auch diese bitte nicht abschneiden. Lassen Sie Ihre Amaryllis noch bis Mitte Mai an ihrem hellen Fensterbrettplatz stehen. Gießen Sie regelmäßig und beginnen Sie langsam mit der Düngung.
Im Mai, nach den Eisheiligen, darf die Amaryllis nun an einen halbschattigen Platz in Ihrem Garten umziehen. Alternativ darf es auch weiter das helle Fensterbrett sein. Achten Sie darauf, dass die Topferde nicht austrocknet und düngen Sie jetzt aller zwei Wochen – gern auch mit unseren KleePura BioDüngestäbchen – da reicht es aller 4 Wochen zu düngen. Bis Ende August wächst die Zwiebel und wird wieder fest und prall. Nun ist der Zeitpunkt das Gießen und Düngen einzustellen. Daraufhin stellt die Zwiebel ihr Wachstum ein, sodass die Blätter anfangen zu verwelken. Die Pflanze geht nun in die verdiente Ruhephase. Stellen Sie den Amaryllis Topf nun an einen dunkleren und konstant kühleren Ort – am besten in Ihren Keller oder in eine unscheinbare Ecke Ihrer Garage. „Vergessen“ Sie einfach Ihre Amaryllis für die kommenden 8 Wochen.
Erst Ende Oktober entfernen Sie das verwelkte Laub und topfen die Amaryllis Zwiebel in einen größeren Pflanztopf (mit Löchern) um. Oft ist der alte Pflanztopf (Kunststoff) so prall mit Wurzeln gefüllt, dass dieser vorsichtig mit einem Cuttermesser zerschneiden müssen. Bitte ziehen sich vor dem Umtopfen Arbeitshandschuhe an – zum einen als Schutz vor Schnittverletzungen und zum anderen als Schutz vor der sehr stark giftigen Zwiebel. Entfernen Sie den kompletten Wurzelballen und schneiden Sie diesen direkt unterhalb der Zwiebel ab, ohne diese zu verletzen. Pflanzen Sie die Zwiebel nun in neue Pflanzerde ein. Verwenden Sie einen Topf, der im Umfang mindestens zwei Finger breiter (gern auch größer) ist als die Zwiebel. Verwenden Sie herkömmliche Blumenerde gemischt mit etwas Sand. Die Zwiebel sollte mindestens ein Drittel bzw. zur Hälfte aus der Erde ragen. Drücken Sie die Erde mittelfest an, damit die Zwiebel einen guten Halt im Topf hat.
Stellen Sie Ihre Amaryllis wieder an Ihren ursprünglichen Platz in Ihrer Wohnung. Es kann aber auch ein anderer Platz sein – Hauptsache hell und warm.
Nach dem Umzug vom Keller in die Wohnung gießen Sie bitte einmalig wenig, sozusagen als Start im Hellen. Gießen Sie entweder in den Übertopf oder in den Untersetzer. Nach 30 Minuten das überschüssige Wasser weggießen damit sich keine Staunässe bilden kann. Ist der Austrieb des Blütenschafts 10 cm groß, können Sie mit dem regelmäßigen Gießen beginnen.

Tipp I: Bitte gießen Sie nach dem Motto weniger ist mehr. Bekommt die Zwiebel zu früh zu viel Wasser, treibt sie viele Blätter anstatt bezaubernder Blüten.

Tipp II: Wenn Sie sich eine neue Amaryllis im Topf kaufen oder geschenkt bekommen, dann empfiehlt sich, die Zwiebel im März in einen neuen Pflanztopf umzutopfen und nicht erst Ende Oktober. Grund dafür ist, dass der mitgekaufte Pflanztopf und die darin verwendete Pflanzerde oft zu klein bzw. nicht besonders nährstoffreich ist. Da aber die Amaryllis während der Wachstumszeit (März bis August) Platz und Nährstoffe benötigt, ist ein größerer Pflanztopf und neue Erde von Vorteil.

weißrote Blüte
Die Amaryllis ist ein wahrer Vorbote auf das nahende Frühjahr – mit Schneeglöckchen, Krokus, Narzissen, Hyazinthen und Tulpen.

Aus eins wird zwei- wie die Amaryllis vermehrt wird:

Bei der Amaryllis findet die Vermehrung über die Trennung von Mutter- und Tochterzwiebel statt. Hat sich bei Ihrer Amaryllis über die Sommerzeit eine Tochterzwiebel gebildet, trennen Sie diese direkt während des Umtopfens und setzen Sie die kleinere Tochterzwiebel ebenfalls in einen eigenen Pflanztopf.

Düngen ist wichtig – besonders bei der Amaryllis:

Im Anschluss an die Blüte muss die Amaryllis in der Wachstumsphase von März bis August intensiv gedüngt werden. Das gilt übrigens für alle Blumenzwiebeln. Mit unseren KleePura-Düngestäbchen düngen Sie in der Wachstumszeit genau richtig – alle 4 Wochen und Ihre Amaryllis wird ideal mit allen Nährstoffen versorgt. Alternativ können Sie auch mit einem organischen Flüssigdünger düngen.

Achtung extrem giftig!!!
Amaryllis (Amaryllidaceae) auch Ritterstern genannt gehören zur Familie der Amaryllisgewächse und sind extrem giftig. Bereits 2 bis 3 Gramm egal welcher Pflanzenteile führen bei einem Erwachsenen zum Tod. Daher gehört die Amaryllis nicht zu den essbaren Blüten. Zudem sollten Blüten, Stängel und Zwiebel von empfindlichen Menschen nicht ohne Handschuhe angefasst werden. Amaryllis gehören nicht in Kinderhände und sollten an einem für Kinder nicht zugänglichen Platz wachsen.

rote Blüte
Tiefrote Amaryllis sind in der Weihnachtszeit einer der beliebtesten Blumen überhaupt.

Sie haben Fragen zur Amaryllis?

Dann können Sie gerne mit uns in Kontakt treten. Wir helfen Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen.

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