„Düngen = Chemie x Chemie = Chemie2 in meinem Garten.“ So oder so ähnlich denken manche Gärtner*innen, wenn es um das Thema Düngen geht – zumindest haben das unsere Erfahrungen gezeigt, wenn wir uns mit anderen Gartenfreund*innen ausgetauscht haben, die bisher ganz ohne Düngung ausgekommen sind. Andere Hobby- und Kleingärtner*innen, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind, düngen Ihren Gartenboden zwar regelmäßig, verwenden aber meist noch mineralisch synthetische Düngemittel wie Blaukorn. Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht!“ oder „Eine Hand Blaukorn mehr hat noch nie geschadet!“, lassen uns als Verfechter von organischen Düngemitteln und Entwickler von KleePura natürlich aufhorchen. Wir erklären, warum richtiges Düngen nicht nur in Ihrem Garten wichtig ist.

Nährstoffe – oder was Düngen bedeutet

Entscheidend beim Thema Düngen sind in erster Linie Nährstoffe, allen voran Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die in den unterschiedlichen Düngemitteln enthalten sind. Sie sind für alle Pflanzen Voraussetzung, um wachsen und Früchte ausbilden zu können. Fehlen Nährstoffe, z.B. weil lange keine Nährelemente in Form von Dünger oder Kompost nachgeliefert wurden, wird Ihr Gartenboden unfruchtbar. Andere Faktoren wie Klima, Bodenbeschaffenheit und –art, Wasserverfügbarkeit oder sortenabhängige Ansprüche spielen für den Anbau von Pflanzen auch eine wichtige Rolle. Wir klammern sie an dieser Stelle aber aus, um die Düngung möglichst anschaulich darstellen und erklären zu können.

Düngen oder nicht düngen – zwei Tomatenpflanzen im Vergleich

Tomatenpflanzen werden nicht nur im Garten angebaut, sondern z.B. auch auf dem Balkon im Pflanzgefäß. In Kübeln oder Pflanztaschen wachsen die Früchte dann direkt vor der Tür. Während sich manche dafür entscheiden, ihre Tomaten regelmäßig zu düngen, kommt bei anderen kein Dünger zum Einsatz. Wir machen den Vergleich und fragen: Was bringt die Düngung wirklich?

Das blaue Pflanzgefäß – Tomatenpflanzen ohne Düngung anbauen

Im blauen Pflanzgefäß wird eine Tomaten-Jungpflanze zu Saisonbeginn in handelsübliche Erde eingepflanzt. Nahezu alle dieser Pflanzerden sind mehr oder weniger intensiv vorgedüngt und versorgen die Tomatenpflanze in den ersten 4 bis 6 Wochen mit allen notwendigen Nährstoffen, die diese für eine gesunde Entwicklung braucht. Aber was passiert nach den 4 bis 6 Wochen – gerade dann, wenn die Tomatenpflanze beginnt, groß zu werden, Blüten- und Fruchtanlagen bildet?
Über die Sommermonate wird die Tomate auf dem Balkon zwar regelmäßig gegossen, gedüngt wird aber nie. Schon nach kurzer Zeit wird deutlich: Die Tomatenpflanze wächst nur langsam, die Blätter werden gelb, die Pflanze blüht kaum. Aus den wenigen Blüten, die sich gebildet haben, entwickeln sich nur eine Hand voll Früchte, die schlecht ausreifen oder frühzeitig abfallen. Stickstoff, Phosphor und Kalium, aber auch andere Mikronährstoffe, die in geringer Konzentration für die Jungpflanze zu Beginn der Saison noch verfügbar waren, sind aufgebraucht. Die Pflanze leidet Mangel und stirbt frühzeitig ab. Für die Balkongärtner*in bleibt nicht viel, der Anbau hat sich kaum gelohnt.

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Wasser alleine reicht nicht aus, damit sich die Tomatenpflanze gesund und kräftig entwickeln kann. Fehlen Nährstoffe, weil nicht gedüngt wird, entwickelt sich die Pflanze von Anfang an nur schwach, die Blätter färben sich gelb und nur wenige Früchte, die sich schlecht entwickelt haben, können geerntet werden.

Das grüne Pflanzgefäß – Tomatenpflanzen mit Düngung anbauen

Ganz anders wächst die Tomatenpflanze im grünen Pflanzgefäß: Schon mit der Pflanzung wird Dünger in die Handelserde eingemischt. Makro- und Mikronährstoffe stehen damit von Anfang an zu Verfügung. Die Jungpflanze wurzelt deshalb nicht nur gut an, sie wächst auch in den Folgewochen kräftig und gleichmäßig. Das Laub ist dunkelgrün, Blüten werden angesetzt, aus denen sich wenig später Früchte entwickeln. Durch die Nachdüngung, die sich nach rund 6 Wochen (Anfang/Mitte Juni) an die erste Düngergabe und weitere 4 Wochen (Mitte/Ende Juli) an die zweite Düngergabe anschließt, ist der Nährstoffhaushalt auch während der Hochsommermonate ausgeglichen. Regelmäßiges Gießen versorgt die Tomate mit ausreichend Wasser. Von der Wurzel bis in die Blüten wird die Tomatenpflanze gekräftigt. Pflanzenkrankheiten oder Trockenheit haben dadurch wenig Chance, den komplexen Organismus der Pflanze anzugreifen. Weil im grünen Pflanzgefäß während der gesamten Saison ausreichend Nährstoffe bereitgestellt wurden, entwickelt sich eine gesunde Pflanze, die bis in den Herbst hinein zahlreiche Tomaten schenkt.

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Wasserverluste (z.B. durch Verdunstung an der Erdoberfläche) und Nährstoffentzug, der sich mit dem Wachstum der Pflanze ergibt, müssen durch regelmäßiges Gießen und Düngen ausgeglichen werden. Erst dann kann sich eine kräftige und gesunde Pflanze entwickeln, die zahlreiche Früchte schenkt.

Fazit: ein eindeutiges Ergebnis

Der Vergleich der beiden Tomatenpflanzen zeigt klar: Wer beim Anbau von eigenem Gemüse Freude an einer üppigen Ernte haben möchte, kann auf Düngung nicht verzichten. Nur wenn Nährstoffe, die dem Pflanzsubstrat im Jahresverlauf durch die Pflanzenentwicklung und Ernte der Früchte entzogen werden, wieder vollständig zurückgegeben werden, kann viel geerntet werden. Organische, bio-zertifizierte Nährstoffe, wie sie in unserem veganen BioDünger vorkommen, sind dabei besonders vorteilhaft: Sie sind nicht nur in der Produktion umweltschonend und klimafreundlich, sondern auch für die Pflanzenentwicklung eine nachhaltige Bereicherung. Nährstoffe werden im Vergleich zu mineralischen Düngemitteln beispielsweise langsamer abgebaut und weniger leicht ausgewaschen. Pflanzen zehren dadurch länger von den Nährelementen, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen und beschenken Balkongärtner*innen mit zahlreichen Früchten.

 

 

Hinweis:
Die Anzahl der geernteten Tomaten ist der Anschaulichkeit halber exemplarisch gewählt und entspricht nicht den durchschnittlichen Erntemengen.
Die Angaben zur Nährstoffdeckung im Gartenboden sind exemplarisch gewählt. Sie sollen die Entwicklung der Nährstoffdeckung veranschaulichen, geben aber nicht (unbedingt) die tatsächlichen Verhältnisse wieder.